„Vino, Gelato e Don Bosco“: das verspricht italienisches Flair, eine Auszeit aus dem Alltag und die Möglichkeit, etwas von Don Bosco, dem Priester, der sich im 19. Jahrhundert mit ganzem Herzen für Jugendliche am Rand der damaligen Gesellschaft einsetzte.
Der „Colle Don Bosco“, der Wallfahrtsort, der am Geburtsort Don Boscos entstanden ist, war der ideale Ausgangpunkt dafür.
Die Salesianer dort empfingen uns mit einer mit herzlicher Gastfreundschaft. Als kleine Gruppe waren wir eingeladen in ihrem Speiseraum zu essen und gehörten für die fünf Tags sozusagen zur Familie.
Vom Colle aus besuchten wir Chieri, wo Giovanni Bosco zu Schule ging und studierte und erfuhren, wie ihn diese Zeit geprägt hat und welche vielfältigen handwerklichen Fähigkeiten sich quasi als „Werk-Schüler“ aneignete.
In Turin begegnete Don Bosco der sozialen Not der der aufstrebenden Industriestadt: Jugendliche kamen vom Land nach Turin, um dort Arbeit und ein Auskommen zu finden. Niemand kümmerte sich um sie, sie waren in der bürgerlichen Stadtgesellschaft unangepasst, sie eckten an und oft genug kamen sie wegen kleinerer Delikte ins Gefängnis. Dort begegnete ihnen der junge Priester Don Bosco und begann sich um diese Jugendlichen zu kümmern. Er lud sie ein, ihre Freizeit, den Sonntag, gemeinsam zu verbringen, er schloss mit den Meistern Lehrverträge ab und so kam eines zum anderen, bis ein großes Werk in Turin und weltweit entstand.
Wir besuchten auch andere Sehenswürdigkeiten in Turin, wie die Superga, die einen eindrucksvollen Blick über die Stadt, in die Landschaft des Piemont und auf die Alpenkette bietet und das Fiat-Museum, das einen spannenden Einblick bot, was Fiat außer Autos alles kann: Traktoren, Kampfflugzeuge und Schiffe.
Das Besondere and dieser Reise war, dass wir nicht nur dem historischen Don Bosco nachspüren, sondern in den Begegnungen mit den Salesianern auch etwas von seinem Geist, seiner Herzlichkeit und seiner Liebenswürdigkeit erleben konnten.
Natürlich kamen auch „Gelato“ und „Vino“ nicht zu kurz. Das Eis wurde zum festen Nachmittagsritual und der Wein kam beim Besuch einer Weinkelterei zu seinem Recht. Hier hatten wir die Gelegenheit einen Wein des Weinguts „Moglia“ zu kosten – ein Bauernhof, auf dem Giovanni Bosco in seiner Jugend eine Zeitlang lebte und arbeitete.
Am Ende waren sich die Teilnehmenden einig: „Vino, Gelato e Don Bosco“ war weit mehr als eine Reise nach Italien – es war eine besondere Mischung aus Gemeinschaft, Glauben, Begegnung und italienischer Lebensfreude.

