KLJB Regensburg: 70 Jahre KLJB Regensburg
06.12.2019

70 Jahre KLJB Regensburg

Einen runden Geburtstag kann die Katholische Landjugendbewegung im Bistum Regensburg im Jahr 2019 feiern – sie wird 70 Jahre alt! Auch wenn man da ja normalerweise bereits im Rentenalter ist – die KLJB ist nach wie vor B (beweglich und bewegungsfreudig) und J (jung und jugendlich). Dass wir dabei – wie von Anfang an – das Land und die ländlichen Themen im Blick haben (L), und auch auf den Glauben bauen und uns in der katholisch Kirche verwurzelt wissen (K) – das versteht sich von selbst.

Aber, wie war das damals denn am Anfang so, im Geburtsjahr der KLJB im Bistum Regensburg, im Jahr 1949 – in dem Jahr, in dem auch die Bundesrepublik Deutschland gegründet und Konrad Adenauer zum ersten Bundeskanzler gewählt wurde …

Zunächst einmal dürfen wir feststellen, dass die Geschichte der Landjugend viel weiter zurückreicht, und deshalb feierten und feiern ja auch manche KLJB-Ortsgruppen bereits ihr 75jähriges, ihr  100jähriges, oder gar ihr 111jähriges Jubiläum. Denn schon vor und auch nach dem Ersten Weltkrieg hatten sich in vielen ländlichen Pfarrgemeinden und auf Dörfern katholische Burschenvereine gegründet. In ihnen hatte sich die männliche Dorfjugend zusammengeschlossen, um zu den verschiedensten Themen unterwiesen zu werden, und auch um die Geselligkeit zu pflegen. Die Leitung dieser katholischen Burschenvereine hatten normalerweise die Geistlichen, also meist die Pfarrer des jeweiligen Ortes inne.

Wie alle anderen weltlichen und kirchlichen Vereine, Verbände und Gruppierungen wurden auch die katholischen Burschenvereine im Dritten Reich verboten. Dazu kamen dann die hohen Verluste, die der Zweite Weltkrieg auch in den Reihen der ehemaligen Burschenvereinsmitglieder forderte.

Nach dem Krieg begann dann die katholische Kirche vor allem im ländlichen Raum, bei der Entstehung von Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen aktiv zu werden. Von besonderer Bedeutung für die spätere KLJB war hier Dr. Emmeran Scharl, der 1947 vom Münchener Erzbischof Michael Kardinal Faulhaber zum „Landjugendseelsorger für Bayern“ berufen wurde. Mit großem Engagement baute er aus den „Resten“ der katholischen Burschenvereine die Landjugend (KLJB) auf. So manche Ortsgruppe sah und sieht sich aber bis herein in unsere Tage in dieser Tradition.

Emmeran Scharl veröffentlichte in dieser Zeit auch bereits die ersten Werkbriefe und die Landjugendzeitschrift „Der Pflug“. Im Oktober 1949 wurde dann die KLJB mit der Unterzeichnung der „Landjugendordnung für alle bayerischen Diözesen“ offiziell durch die Bischöfe Bayerns gegründet. So ist 1949 das Geburtsjahr sowohl für die KLJB in Bayern als auch für die KLJB im Bistum Regensburg.

Die offizielle Anerkennung der KLJB als Jugendverband erfolgte dann im Jahre 1950 auf der Hauptversammlung des BDKJ. Und bereits ein Jahr später (1951) wurde der heilige Bruder Klaus von Flüe zum Patron der Landjugend aufgerufen – als Emmeran Scharl mit einer Pilgergruppe der KLJB auf der Rückreise einer Romfahrt in Sachseln in der Schweiz halt machte.

Der Anfang war gemacht – der Anfang einer nunmehr 70jährigen lebendigen Geschichte der KLJB auch im Bistum Regensburg – eine Geschichte voller Engagement in Kirche und Gesellschaft, für die Umwelt und die Gerechtigkeit, voller Tatkraft und Glaubensfreude, voller Geselligkeit und Tradition. 70 Jahre, in denen die KLJB unsere Dörfer und unser Land, unsere Pfarrgemeinden und unsere Diözese mitgestaltet und geprägt, in denen sie sich verdient und unverzichtbar gemacht hat. Dies wollen wir 2019 froh und dankbar feiern – und daran weiterbauen, dass die KLJB im Bistum Regensburg in eine gute Zukunft gehen kann.

70 Jahre KLJB Regensburg