Arbeiten - zur Ruhe kommen

Hl. Niklaus von der Flüe

Andacht zum Bruder-Klaus-Tag am 25. September

„Zwischen 1462 und 1465 geriet Klaus von der Flüe in eine tiefe Sinn– und Lebenskrise. Nachdem er sein Geburtshaus umgebaut hatte, in das schon bald seine ältesten Söhne einzogen, übernahmen sie zunehmend die Bewirtschaftung des Hofes. Klaus fand nun mehr Zeit zum stillen Sinnen und Nachdenken. Ein befreundeter Priester empfahl ihm in dieser depressiven Phase, in der ihm selbst seine Frau Dorothea und die zehn Kinder lästig waren, ein strenges Betrachtungsprogramm. Für einen in der Welt tätigen Menschen war es aber nicht erfüllbar, obwohl Klaus von Flüe jede Gelegenheit zum stillen Gebet nutzte: den Marsch zu einer entfernt gelegenen Wiese, eine kurze Verschnaufpause auf dem Feld oder die Nacht, während die anderen schliefen. Am liebsten zog er sich in den nahegelegenen Ranft zurück. Klaus trat von seinen politischen Rats– und Richterämtern zurück.“

Was der Patron der KLJB vor über 550 Jahren erleben musste, dass treibt uns heute noch mehr um: Junge Menschen leben in der Spannung zwischen Alltag und Freizeit, zwischen Eurer Arbeit und dem Bedürfnis, zur Ruhe zu kommen, zwischen verplanter Zeit in Schule, Studium, Ausbildung oder Beruf und selbst gestaltbarer (Frei-)Zeit. Dabei gehören Arbeiten und Ruhen zum Rhythmus des Schöpfers und seiner Schöpfung: dieser Rhythmus ist gottgewollt. Leben wird eintönig, langweilig, spannungslos, wenn es diesen Rhythmus nicht gibt und das Leben nur aus Arbeiten oder nur aus Ruhen besteht. Wie kann es gelingen, im Lebensvollzug diesen Rhythmus zu leben?

 

hier findet ihr eine Andacht zum download

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